Das Weinland Schweiz


Die Schweiz liegt im Herzen der Alpen. Das kleine Land mit rund acht Millionen Einwohnern ist von Frankreich, Deutschland, Liechtenstein, Österreich und Italien umgeben. Bekannt ist die Schweiz vor allem für ihre Uhren, ihre Schokolade und ihre beeindruckende Alpenlandschaft – doch wussten Sie, dass hier auch einige der besten Weine entstehen?

Die Schweizer Weinlandschaft ist geprägt von einer aussergewöhnlichen Vielfalt. Unterschiedliche Klimazonen, Böden, Traditionen, Rebsorten und Erfahrungen fügen sich zu einem facettenreichen Gesamtbild zusammen. Um dieser Vielfalt Struktur zu verleihen, wurden die insgesamt 14’696 Hektaren Rebland in sechs Weinbauregionen unterteilt.

Vier dieser Regionen – Wallis, Waadt, Genf und Tessin – entsprechen den Kantonen, deren Namen sie tragen. Die Drei-Seen-Region umfasst die Weinberge rund um den Neuenburger-, Murten- und Bielersee. In der Deutschschweiz gehören insgesamt sechzehn Kantone mit Rebflächen dazu, die in einen westlichen, mittleren und östlichen Bereich gegliedert sind.

 


Sechs Regionen, sechs Identitäten

 

Die 26 Weinbaukantone und 62 AOC verteilen sich auf sechs Weinbauregionen. Jede dieser sechs Regionen hat einen ganz eigenen Charakter, der durch ihr Relief, die Beschaffenheit ihrer Böden und ihr besonderes Klima bestimmt wird.

  • Das Wallis, das im Herzen der Alpen liegt, umfasst fast ein Drittel der Schweizer Rebfläche.

  • Der Kanton Waadt erstreckt sich vom Genfersee bis zum Neuenburgersee. Er zählt sechs AOC und zwei AOC Grand Cru.

  • Die Deutschschweiz besteht aus 16 Kantonen, hier dominieren Blauburgunder (Pinot Noir) und Müller-Thurgau.

  • Im Kanton Genf, der drittgrössten Schweizer Weinregion, trifft der Jura auf die Alpen und die Reben wachsen zwischen Stadt und Land.

  • Das Tessin liegt am Südrand der Alpen und schaut nach Italien. Hier wird auf 80 % der Rebflächen Merlot angebaut.

  • Das Drei-Seen-Land ist in drei voneinander abgegrenzte Bezirke aufgeteilt: Neuenburg, Bielersee und Vully.

 

Entdecken Sie Schweizer Weine


Die Produktion von Schweizer Wein verteilt sich auf sechs Weinbauregionen.


Der Schweizer Weinbau ist stark vom vielfältigen Terroir geprägt – mit Reben an Seen, Flüssen und in den Alpen, oft auf steilen Terrassen.

Auf rund 14'500 Hektar Rebfläche dominieren Pinot Noir (Rot) und Chasselas (Weiss), wobei das Wallis das grösste Anbaugebiet ist.

Die Branche setzt zunehmend auf PIWI-Sorten und AOC-kontrollierte Qualität, kämpft jedoch mit sinkendem Konsum.

Export nur 1-2 %.


Wichtige Punkte:

  • Kleine Landesfläche, aber relativ viel Weinbau (weltweit vorne dabei).

  • Hoher Weinkonsum: ca. 35 L pro Person/Jahr (Top 4 weltweit).

  • Rebfläche: 56 % Rotwein, 44 % Weisswein

Einflüsse auf den Weinbau:

  • Alpen: prägen Klima, Sonne, Wind und sorgen für sehr unterschiedliche Böden.

  • Seen: gleichen Temperaturen aus (wärmen im Winter, kühlen im Sommer).

  • Gletscher: haben vielfältige Böden geschaffen – oft wachsen Reben auf engstem Raum auf ganz unterschiedlichen Untergründen.

  • Ergebnis: grosse Vielfalt an Rebsorten und Weinen trotz kleiner Fläche.